Kia ora Neuseeland!

 
23April
2014

Unsere Reise ans Ende der Welt

Nächster Halt Pukenui Holiday Park. Gleich die Straße runter ist ein Steg, in den nächsten Tagen unser Hauptaufenthaltsort - FISCHEN. 

Am Mittwoch fuhren wir ans Cape Reinga, wo der Pazifische Ozean und die Tasmansee aufeinander treffen. Die Landschaft ist einfach unglaublich. Mussten immer wieder stehen bleiben um ein paar Fotos zu machen aber man kann das alles nicht aufnehmen! 3 Stunden haben wir am Cape verbracht, es ist einfach atemberaubend. Auf dem Weg zurück haben wir noch einen Stop am Rarawa Beach gemacht, weißer Sandstrand, viele schöne Muscheln und bombastisches Wetter. 

Tasmanische See und Pazifischer Ozean Leuchtturm Ende der Welt

Haben uns auch bei Wayne gemeldet wegen der Stelle zum WWOOFEN, am Freitag haben wir uns dann bei ihm getroffen und er hat uns auf seine Farm geführt. Er hat seinen Grund von der Farm verkleinert und daher kein richtiges Haus, sondern nur Container. Aber um dort hinzukommen mussten wir erst mal mit unserem Auto über unbefestigte Wege fahren und überall sind Schweine und Kühe, ganz besonders direkt vor dem Auto :D Die Schweine haben wir dann auch gefüttert, Wayne mit seinem Quad und wir standen im Anhänger mit Brot. Das haben wir dann rausgeschmissen. Danach haben wir Wayne geholfen einen Zaun zu bauen. Er möchte seine Schweine in verschiedenen Gehegen haben da einige reinrassig sind und andere von Wildschweinen versaut wurden ;-). Abends haben wir überm Feuer Gemüse gemacht, was Waynes Frau ihm mitgegeben hat und kaltes Lamm mit Minzsoße gabs dazu. Lecker :) Am nächsten Tag haben wir nochmal weiter am Zaun gearbeitet, danach sind wir zu Kevin gefahren.

Container-Farm Schweine füttern Harry

 

18April
2014

Die Reise in den Norden

Am Freitag fuhren wir mit dem Auto nach Mangawhai Heads einen wirklich tollen Holiday Park, direkt an einer Bucht. Allein der Weg dorthin war schon super, so viel Natur, so saftiges grün sieht man nicht sehr oft in Deutschland und hier ist es überall. Die Landschaft ist einfach der Hammer! 2 Nächte blieben wir dort, warum auch weiterreisen wenn man in der Früh aufwacht und der erste Blick entweder durch das Panoramadach Richtung blauen Himmel geht oder durch die Frontscheibe direkt aufs Meer. Was will man mehr. Hier gab es auch einen kleinen Markt im Ort, mit allerhand Sachen, wir beschränken uns aber nur auf's schauen, nicht kaufen. Auf dem Weg zurück zum Park machten wir noch Halt in einem Angelshop um eine Angel und Zubehör zu kaufen. Mit der konnten wir dann sofort loslegen, direkt an der Bucht vom Holiday Park. Valentin wirft einmal seine Angel aus, 30 Sekunden später hat er schon den Fisch an der Angel. Besser hätte das ja nicht laufen können. Abendessen gesichert.

erster NZ-Fisch die Bucht Ausblick beim Aufstehen :) Auf dem Markt

An Ostern geht es weiter nördlich nach Whananaki! Um zu dem Holiday Park zu kommen mussten wir eine ungeteerte Straße befahren, das hat das ganze Auto gerattert, uns hats sogar das Radio rausgehauen. :D 

Fahrt geht nach Paihia, wir genießen einfach nur die Atmosphäre bei Fish&Chips auf einem alten Schiff, gehen Spazieren am Meer und in der Stadt, haben uns einen kleinen Wasserfall in der Nähe angeschaut und sind zu einem Aussichtspunkt gewandert.

Wasserfall Aussicht  Paparazzi :) :)

 

09April
2014

Die ersten Wochen

 Aufgeht's nach Neuseeland, um 22:30 Uhr verlassen wir das schöne Deutschland und begeben uns auf eine lange Reise nach Neuseeland, ans andere Ende der Welt, in einem ziemlich komfortablen Airbus A380. 6,5 Stunden nach Dubai, 18,5 Stunden nach Melbourne und letztendlich nochmal 3 Stunden nach Auckland. Mit dicken Füßen, einer Überdosis an Filmen und klingelnden Ohren (Dank ein paar schreienden Babies) kamen wir schließlich in Auckland an. Endlich raus aus dem Flieger und aufs Gepäck warten, dann mussten wir nur noch den Zoll passieren und wurden von einem wartenden Fabian empfangen.Auckland, NeuseelandAirbus A380

Vor Ort haben wir uns gleich eine Handykarte zugelegt. Um den ersten Punkt auf unserer Liste abzuhacken. Dann ging es mit einem Shuttlebus ins Hostel, welches Fabian für uns schon für die kommenden drei Nächte gebucht hat. Nachdem wir eingecheckt haben, konnten wir endlich (nach einer gefühlten Ewigkeit) eine Dusche nehmen und uns kurz aklimatisieren. Wir haben uns dann auf den Weg zur Bank gemacht um ein Konto zu eröffnen, die hatte leider schon zu, also sind wir zur Post um unsere IRD Number zu beantragen um in Zukunft auch Arbeiten zu können. Hinterher sind wir einkaufen gegangen. Den Abend haben wir dann in gemütlicher Runde beim Karten spielen und ein paar Bier (natürlich nicht zu vergleichen mit deutschem Bier) ausklingen lassen. 22:30 Gute Nacht, endlich Schlafen!

Am nächsten Morgen hatten wir keinen Jetlag. Juhu! Nach ausgiebigen Frühstück sind wir nochmal zur Bank, diesmal hatten wir Erfolg. Dann hatten wir Zeit ein bisschen durch Auckland zu schlendern. Auckland ist eine sehr quirlige Stadt und überall sind Busse, die aber scheinbar kein wirkliches System haben.

In den nächsten Tagen haben wir im Internet und im Hostel Anzeigen durchstöbert um ein Auto zu finden. Am Freitag schauten wir uns das erste Auto an, nicht schlecht aber wir brauchten noch Bedenkzeit, möchten uns noch weiter umsehen. Am Abend kam eine Deutsche mit ihrem Auto ans Hostel, ein Toyota Lucida Estima, den wir uns in Ruhe anschauen konnten. Jamie, der Automechatroniker ist und auch im Hostel wohnte, hat das Auto geprüft und uns grünes Licht gegeben, soweit er das ohne Hebebühne beurteilen konnte. Trotzdem wollten wir einen technischen Check machen. Am nächsten Tag sind wir dann in eine Autowerkstatt, das Ergebnis war nicht so toll wie wir und auch das Mädchen, es erwartet hatten. Der Mitarbeiter der unser Auto inspeziert hat, meinte "not the best but not the worst", was so viel heißt wie "nicht das Beste aber auch nicht das Schlechteste". Wir haben uns eine Liste geben lassen, auf der alle "Fehler" draufstanden. Ein bisserl niedergeschlagen sind wir zurück ins Hostel, um Jamie nach Rat zu fragen. Einige Punkte auf der Liste sind kompletter Müll und nur aufgeführt um Geld zu machen, andere Punkte sind bei einem so alten Auto ganz normal und wieder andere Punkte sollten gerichtet werden. Das Mädchen musste nochmal Rücksprache halten mit ihrem Freund der im Moment auf einem mehrtägigen Ausflug war und erst am nächsten Tag wieder kam. Der Preis den die beiden in ihrer Anzeige angegeben hatten war 2800 NZD, nach dieser Liste wollten wir diesen Preis nicht mehr zahlen und wir wollten das alles repariert wird, was wirklich nötig ist. Nach längerer Verhandlung sind sie dann darauf eingegangen. Alles wird gerichtet und wir haben 2600 NZD schlussendlich gezahlt. Kein schlechter Deal :-)

Am Samstag waren wir auf einem kleinen Markt in Parnell, ein Stadtteil Aucklands. Dort lernten wir Wayne kennen,er hat dort einen Salami-Stand. Nach einem netten Gespräch gab er uns direkt seine Karte, falls wir einen Platz zum WWOOFEN suchen, er kenne jemanden der weiter im Norden eine kleine Farm hat und immer wieder Hilfe brauchen kann. (WWOOFEN bedeutet man bekommt Unterkunft und Essen umsonst, abeitet dafür um die 4 Stunden auf der Farm mit.)

Sonntag. Ausflug nach Rangitoto Island, eine kleine inaktive Vulkaninsel bei Auckland. Dort sind wir einen schönen Weg hinaufgewandert, von der Aussichtsplatform hat man eine einmalige Sicht über Auckland und die umliegenden Inseln. Atemberaubende Natur und kleine Höhlen die natürlich erkundet werden mussten. :-) 

Rangitoto Valentin und Georg (ehem. Arbeitskollege) Bäume Wir Sicht auf Auckland

Am Montag ist Fabian zurück gefahren nach New Plymouth um wieder zu arbeiten, somit waren wir dann aufeinmal auf uns ganz alleine gestellt. War erst mal ein sehr komisches Gefühl, alleine mit der Sprache, der Dialekt ist schon extrem!! Wir tun uns echt sehr hart die Leute zu verstehen, deswegen sind wir Abends auch immer totmüde und schlafen früh, weil der Kopf so angestrengt wird :D Haben aber alles trotzdem super gemeistert :-) Am Abend bekamen wir unser Auto. Damit ein Auto seinen Besitzer wechseln kann, muss man in Neuseeland lediglich zur Post gehen und ein paar Formulare ausfüllen. Das wars, somit gehört das Auto nun uns. 

 Am nächsten Tag waren wir dann im Warehouse, um unser Auto kostengünstig auszustatten.  Waesche trocknen Auto von vorne

Von Mittwoch auf Donnerstag verbrachten wir dann die erste Nacht im Auto in einem Holiday Park. Blöderweise war genau in dieser Nacht ein ordentlicher Sturm, von dem wir natürlich vorher nichts wussten, daher war es eher eine unruhige Nacht.